Die Fortsetzung könnte etwa so lauten:
Einen ganzen Tag lang wusste niemand, was mit Thunder geschehen war.
Der Tierarzt stellte keine Krankheit fest.
Keine Verletzungen.
Keine Anzeichen von Tollwut.
Dennoch wieherte der Hengst nervös und hinderte jeden daran, den Stall zu betreten.
Am Abend beschloss Thomas, der Wahrheit auf den Grund zu gehen.
Er und zwei Rancher gingen vorsichtig um die Rückseite des Gebäudes herum.
Plötzlich erstarrte einer der Männer.
„Moment mal … hast du das gehört?“
Ein leises Zischen kam von hinten aus dem Stall.
Alle wurden kreidebleich.
Eine riesige Giftschlange hatte sich hinter einem Heuballenstapel zusammengerollt.
Und sie war nicht allein.
Unter dem Scheunenboden befand sich ein ganzes Schlangennest, vermutlich in der Wärme des Holzes versteckt.
Sofort durchfuhr Thomas der Morgen.
Als er den Stall betrat, steuerte er direkt auf die Stelle zu, wo sich die größte Schlange unter den Brettern bewegte.
Thunder hatte sie vor dem Mann bemerkt.
Deshalb wurde er unruhig.
Deshalb stampfte er mit den Füßen.
Deshalb stellte er sich auf die Hinterbeine.

Und deshalb drückte er seinen Besitzer förmlich gegen die Wand und ließ ihn nicht mehr los.
Er wollte ihm nicht wehtun.
Er wollte ihn nur daran hindern, einen weiteren Schritt zu tun.
Tierärzte und Spezialisten bestätigten später, dass Pferde ein extrem empfindliches Gehör haben und Bodenerschütterungen viel früher wahrnehmen können als Menschen.
Thunder geriet nicht grundlos in Panik.
Er hatte die Gefahr erkannt.
Nachdem das Nest sicher entfernt war, betrat Thomas den Stall wieder.
Thunder hatte sich bereits beruhigt.
Sobald er seinen Herrn sah, näherte er sich ihm langsam und berührte seine Schulter mit der Nase.
Thomas legte ihm die Hand an den Nacken.
Tränen brannten in seinen Augen.
Den ganzen Tag hatte er gedacht, sein bester Freund sei verrückt geworden.
Dabei hatte er ihm gerade das Leben gerettet.
Und von da an antwortete Thomas jedes Mal, wenn jemand auf der Ranch von einem „gefährlichen Pferd“ sprach, mit einem einzigen Satz:
„Dieses Pferd hat mich nicht angegriffen. Dieses Pferd liebte mich so sehr, dass es bereit war, mich am Leben zu erhalten.“ 🐎❤️