Vor achtzehn Jahren ging Laurel, ohne sich auch nur einen Blick zurückzuwerfen. Kein Brief, kein Anruf, keine Entschuldigung. Nur eine leere Wohnung, zwei kleine Kinderbetten und ich – mit den blind geborenen Zwillingen Emma und Clara. Zwei Mädchen, deren erster Blick auf die Welt Dunkelheit war, deren Herzen aber voller Leben. Laurel hatte einen Traum. Sie wollte Schauspielerin werden. Sie sagte, sie könne diesen Traum nicht begraben, nur wegen „eines Lebens, das sie sich nicht ausgesucht hatte“. Und so ging sie. Ich blieb.
Ich blieb als Mutter und Vater. Als Stimme, die die Farben des Himmels beschrieb. Als Hände, die Augen ersetzten. Als Schutzwall zwischen ihnen
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