An jenem grauen Novembermorgen saß Anna im Standesamt und fühlte sich, als sei sie in ein fremdes Leben eingetreten. Die Wände waren kalt, die Farbe blätterte ab, und die Schilder, die Familienglück versprachen, wirkten wie ein schlechter Witz. Alles war viel zu förmlich für das Ende einer Ehe, die ein Leben lang halten sollte.
Mark saß neben ihr. Zwischen ihren Schultern war ein kaum sichtbarer Abstand, doch in Wirklichkeit trennten sie Jahre unausgesprochenen Bedauerns, Enttäuschungen und Schweigens.
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